Freie Waldorfschule

Landsberg

 


In der Nacht vom 1. auf den 2. August verstarb in der Paracelsus-Klinik in Unterlengenhard  


                                    Edmund Spiller.
















Edmund Spiller war zwischen 1993 und 2012 Heileurythmist an unserer Schule. In diesen Jahren begleitete er hunderte von Kindern und Jugendliche therapeutisch, war ihnen Helfer in ihren so individuellen Inkarnationsprozessen. Entscheidend war er so beteiligt an der Etablierung der medizinisch-therapeutischen Möglichkeiten an unserer Schule, ohne welche gegründete Pädagogik kaum realisierbar ist. Sein Wirken war dabei gekennzeichnet von freilassendem Einfühlungsvermögen und tiefem Respekt vor dem individuellen Wesen der Kinder und Jugendlichen. Nichts gab es bei den Schülern, das ihn nicht aufrichtig interessierte; alles das, was vor allem die Kinder beschäftigt, war ihm nahe. Und auf diese Weise näherte er sich auch den Elternhäusern: für alles offen, interessiert fragend, staunend und anerkennend sich allem gegenüberstellend, was ihm begegnete. So wusste er vieles über die Menschen, die unsere Schule konstituieren, vertrat ihre Anliegen und Sorgen. Sein ganzes Bestreben war dabei, das Schwere durch das Leichte, durch den Humor zu erlösen. Immer leuchtete durch sein Tun der humorvolle Komiker hindurch. Sein Lachen war allgegenwärtig, für viele ein unschätzbares Geschenk. Seine helfenden und heilenden Hände, sein immer offenes Ohr, sein helles, für die Waldorfpädagogik entflammtes Wesen - in wenigen Monaten der Krankheit haben sie sich aufgemacht zu neuen Verwandlungen.


Wir, die gesamte Schulgemeinschaft trauern um Edmund Spiller. Wir sind erschüttert ob dieses schnellen Todes. Wir wollen ihn begleiten mit unserer Liebe. Für alle Zeiten sind wir ihm tief verbunden.


Edmund Spiller starb im Zeichen des Löwen:


Durchströme mit Sinngewalt

Gewordenes Weltensein

Erfühlende Wesenschaft

Zu wollendem Seinentschluss

In strömendem Lebensschein

In waltender Werdepein

Mit Sinngewalt erstehe.


Worte Rudolf Steiners