Eurythmie

Eurythmie als Bewegungskunst 

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die Kreativität, soziale Kompetenz und Handlungsfähigkeit schult. Sie richtet sich nach den Gesetzmäßigkeiten der Sprache und Musik und nimmt hierfür die ganze Gestalt des Menschen als Ausdrucksmittel. Der pädagogische Auftrag besteht darin, die eurythmische Kunst auf das körperliche, seelische und geistige Heranwachsen der Kinder abzustimmen. In den ersten zwölf Jahren werden die Grundelemente so geübt, dass die Kinder ihre Beweglichkeit fein differenzieren und gezielt von innen führen lernen.

Die Eurythmie erweitert ein differenziertes Hören und entwickelt die Fähigkeit, komplizierte, sich verändernde Zusammenhänge im sozialen Miteinander wahrzunehmen. Da die Kräfte des Denkens, Fühlens und Handelns in gleicher Weise angesprochen werden, ist der Eurythmieunterricht mehr als ein Ausgleich zu den kognitiven Fächern. In der 1. und 2. Klasse ist eine Unterrichtsstunde pro Woche vorgesehen und ab der 3. Klasse bis einschließlich 12. Klasse erhalten die Schüler zwei Stunden pro Woche. Den Unterricht erteilen diplomierte Eurythmielehrer. In der Regel begleitet ein Musiker am Klavier. Im 12. Jahr mündet der Unterricht in einen öffentlichen Abschluss, der in Gruppen- und Einzeldarstellungen auf der großen Bühne gezeigt wird.